A-Sprache, B-Sprache und C-Sprache eines Dolmetschers

Die A-Sprache eines Dolmetschers ist seine Muttersprache. Ist ein Dolmetscher zweisprachig aufgewachsen, kann er auch zwei A-Sprachen haben.

Die B-Sprache ist seine erste Fremdsprache. Er hat sie erlernt und beherrscht sie fast auf dem Niveau eines Muttersprachlers.

Auch die C-Sprache ist eine erlernte Fremdsprache. Der Dolmetscher beherrscht sie jedoch weniger gut als die B-Sprache. Aus diesem Grund dolmetscht er die C-Sprache nicht in beide Richtungen. Er dolmetscht also von der C-Sprache in die A- Sprache, aber nicht umgekehrt.

Wie wählen Dolmetscher Ihre Arbeitssprachen aus?

Vor Beginn eines Konferenzdolmetscher-Studiums müssen die Studenten Ihre Arbeitssprachen wählen. Es gibt nicht sehr viele Universitäten, die dieses Studium anbieten. Die Auswahl der Sprachen ist also begrenzt. Angeboten werden in Deutschland meist Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch - an der Universität in Granada zum Beispiel kann man auch Arabisch als B-Sprache oder C-Sprache wählen.

Es kommt aber auch vor, dass Dolmetscher eine weitere Muttersprache mitbringen oder aber eine ganz andere Fremdsprache nebenbei erlernen und diese dann später im Beruf zur Arbeitssprache ausbauen.

 

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