Notizentechnik für Dolmetscher

Kein Konsekutivdolmetschen ohne Notizentechnik

Beim Konsekutivdolmetschen spricht der Redner erst eine Weile, meist 10-20 Minuten, und der Dolmetscher übersetzt danach, hält die Rede also im Anschluss in der Fremdsprache noch einmal.

Niemand kann sich 10 oder gar 20 Minuten Text merken. Für solche Einsätze lernen Dolmetscher an den Unis deshalb eine ganz eigene Notizentechnik, die nichts mit Stenografie zu tun hat und die auch in keinem anderen Bereich verwendet wird.

 

Die Grundlagen der Notizentechnik

1.) Notiert wird niemals die ganze Rede Wort für Wort, sondern nur die wichtigsten Eckpunkte. Sie helfen einem beim Dolmetschen im Anschluss, sich an die Rede zu erinnern.

2.) Auch einzelne Wörter aufzuschreiben, würde zu lange dauern. Es gibt deshalb Symbole (zu finden z.B. im Handbuch für Notizentechnik von Heinz Matyssek), die ein Dolmetscher im Laufe der Zeit oft selbst weiterentwickelt oder für sich neu erfindet.

3.) Die Symbole müssen gut lesbar und gut strukturiert notiert werden, damit man sie beim Dolmetschen später auf den ersten Blick erkennt und nicht überlegen muss.

Jeder Dolmetscher hat seine eigene Notizentechnik, eigene Vorlieben und andere Gewohnheiten, wichtig ist letztendlich nur, dass sie für ihn funktioniert. Viele Symbole entstehen auch aus dem Moment heraus, meist kann man seine eigene Notizentechnik deshalb nach ein paar Wochen schon nicht mehr lesen.

Für's Simultandolmetschen braucht man keine Notizentechnik, dafür aber einige wichtige Dolmetschstrategien, ohne die man schnell den Faden verliert und die ich in diesem Video erkläre.

 

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